Über mich

Welche Religion ich bekenne? Keine von allen,
die du mir nennst. – Und warum keine? –
Aus Religion.

Friedrich von Schiller

Wenn ich im Internet unterwegs bin, interessiert es mich schon, wer sich hinter den geschriebenen Zeilen verbirgt. Möglicherweise geht es Ihnen ebenso, deshalb möchte ich mich hier vorstellen.

Da ich kein Mensch bin, der gerne im Mittelpunkt steht, beschränke ich mich dabei auf das Wesentliche: Geboren im April 1953 in Homberg am Niederrhein, geschieden, zwei Söhne. Ich wurde protestantisch/atheistisch erzogen, d. h. die christliche Taufe und Konfirmation wurden formal vollzogen, weil man das eben so tat. Auf dem Papier war ich ein Christ, aber das war auch alles.

Fromm war meine Oma, die aus Ostpreußen stammte, sonst glaubte in unserer Familie niemand an irgendetwas. In den 1980er Jahren bin ich dann aus der Kirche ausgetreten und habe es später noch einmal probiert. Wiedereintritt 2012 und Austritt nach bereits einem Jahr. Die Kirche konnte mir keine Antworten geben, sondern hält an ihrem, für mich, sinnlosen Brimborium fest.

Im Gegensatz zu meiner Familie bin ich sehr interessiert an der Bibel und deren Auslegungen, wobei ich den Fundamentalismus ablehne. Ich sehe die Bibel als Buch, das Bilder von der Welt und vom Leben zeigt. Besonders nahe kam ich der Deutung der Heiligen Schrift durch die Bücher von Friedrich Weinreb.

Ich habe weder eine verkaufsfördernde Vita noch einen „großen Namen“, und auch die wohlwollenden Förderer fehlen mir gänzlich. Talent wurde mir in die Wiege gelegt, und deshalb bemühe ich mich redlich, die „Früchte“ daraus in die Welt zu tragen. Ansonsten ist das Leben selbst mein großer Lehrmeister, nur schreibt es keine Zeugnisse und Empfehlungsschreiben.

Über mich selbst mögen andere urteilen. Ich bin ein recht umgänglicher, ruhiger Mensch, solange man gerecht mit mir umgeht. Man sagt mir eine besondere Reife und Tiefe nach und leider auch eine Traurigkeit, die sich nicht abschütteln lässt. Sie gehört zu mir, seit meiner Kindheit. Nach außen wirke ich völlig „normal“, nur wird man bei mir vergeblich nach der „rheinischen Frohnatur“ suchen.

Ich glaube an eine geistige Führung. So wurde ich immer wieder zu Dingen und Menschen geführt, die für meine Entwicklung wichtig waren. Vor 2003 hatte ich kein Interesse an der Weimarer Klassik, auch kein großes an Gedichten. Selbst zu schreiben war mein Wunsch gewesen, als ich 15 Jahre alt war. Das wurde mir aber damals von meiner Mutter untersagt.

Meine Gedichte entspringen nicht alleine meinen eigenen Gedanken. Einige, ich möchte sagen Botschaften, habe ich nur aufschreiben müssen, so, als würden sie aus mir herausfließen. Beim Lesen meiner Gedichte werden Sie bemerken, dass sie nicht modern klingen, sondern eher so, wie aus dem vergangenen Jahrhundert. Wenn ich schreibe, geschieht das meist auf einer anderen Ebene. Es ist dann eine Schau nach innen, ein Blick in eine Dimension, die jenseitig liegt.

Was jenseitig ist, werden Sie nun wissen wollen. Das Jenseits liegt nur hinter unseren Sinnen. Wir Menschen haben selbst den Zugang dorthin verschlossen, weil wir zu sehr mit weltlichen Dingen beschäftigt sind. Jeder Mensch ist auf der Sinnsuche und geht den Sehnsuchtsweg allein, auch wenn Lebens- und Seelengefährten einen Teil des Weges Begleiter sein dürfen. Die tiefe Sehnsucht treibt uns Menschen an und drängt zur Rückerinnerung an die geistige Heimat. Das Streben nach dem verlorenen Zuhause ist die treibende Kraft, die Unruhe des Herzens, die uns immer wieder auf unserem Weg vorantreibt. Irgendwann beginnt für jeden Menschen die Suche. Dann ist er völlig überrascht über das, was man unterwegs geschenkt bekommt und finden darf.

„Suchet, so werdet ihr finden, klopfet an, so wird euch aufgetan!“ Ein göttliches Versprechen, das so manches Geheimnis lüftet. Doch nur wer reinen Herzens sucht und aus eigenem Antrieb wird fündig werden, nicht der, der sich irgendwelchen Kirchendiktaten unterwirft.

Das Lebensabenteuer hält für uns so manche Überraschung bereit. Alles hat seinen Platz und Sinn! In Gottes gewaltigem Plan herrscht absolute Ordnung, die alles im Gleichgewicht hält. Gewiss ist, dass es keinen Tod gibt. Man legt nur sein altes Kleid ab und bekommt ein neues, geistiges, bis zum Zeitpunkt eines neuen Lebensauftrags. So wird man Wanderer zwischen den Welten.

Doch weshalb sind wir hier auf der Erde?: Wenn wir bedingungslos Lieben lernen, wird uns klar werden, dass wir Gottes Kinder sind. So können wir getrost weitergehen, mit beiden Beinen auf der Erde und den Blick zum Himmel gerichtet. Niemand kennt das Ende des Weges, aber jeder darf ihn gehen, ganz unabhängig von Religion, Kultur und Rasse.

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