Zum Gedenken

mit 4 Jahren…
mit 7 Jahren

panta rhei – alles fließt, nichts bleibt. (Heraklit)

So, wie das Wasser fließt,
bist du mir fortgenommen,
getrieben durch den Strom der Zeit.

Was Zukunft schien,
ist schicksalhaft verronnen.
Einzig die Liebe ist und bleibt.

Ich höre deine letzten Worte.
Verdrängt hab ich
dein letztes „Hab dich lieb“.

Doch eine kalte Hand
griff durch die Jenseitspforte
und nahm dich mir,
leis, wie ein Dieb.

Den Ängsten trugst du
Lächeln in die Stille.
Doch in der Ferne
hielt der Tod die Zeiger an.

In deinem Zimmer
lag allein die leere Hülle.
Ihr folgten tiefer Schmerz
und Trauer dann.

Patrick Seidel


Leider wurde mein jüngster Sohn Ende Oktober 2019 durch einen plötzlichen Herztod, im Alter von 37 Jahren, heimberufen.  

Wir bleiben verbundene Seelen und werden uns mit Gottes Hilfe irgendwann wiederfinden.
Mein Lieblingsmensch ist  – wie wir alle – auf dem Weg nach Hause. Ich hoffe, er erlebt leibbefreit eine glückselige Zeit.

4 Gedanken zu „Zum Gedenken“

  1. Liebe Gisela, das Gedicht ist so herzlich und gefühlvoll…nur der Grund dafür leider so sehr traurig…wer ihn kannte, weiss was du verloren hast und welchen tiefen Krater es in dein Herz reisst. Ich drücke dich und wünsche dir viel Kraft. Herzlichst Martina

  2. Liebe Gisela,

    das berührt mich sehr … weil es auch so unfassbar ist.
    Man kann keine richtigen Worte dafür finden, es gibt keine.
    Die Bilder sind so schön und so schmerzlich.
    Schön, dass auch auf diesen Seiten ein Platz für deinen Sohn ist.

    Liebste Grüße von Karin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.