Die Reife des Sommers bringt Ernte ins Land, saß als Kind auf dem Heuwagen, oben. Fühlte den Weizen unter der Hand, sah die Halme im Sommerwind wogen.
Brachten die Schnitter mit Sense und Müh‘ das Getreide in Mühle und Scheuer, erwartete uns Kinder bereits in der Früh‘, ein willkommenes Abenteuer.
Hab versucht, auf den Plätzen von einst Szenen von damals zu finden, doch die Gassen sind fremd, die Höfe verwaist, muss den Strauß aus Erinnerung binden.
Der Schnitter macht vor Menschen nicht Halt – es sind schon so viele gegangen. Nach dem Ende des Sommers wird es bald kalt, das Gedächtnis mit Nebel verhangen.
Ein auf Kopfsteinpflaster endender Klang, Nachhall gemachter Schritte, gleicht Sisyphusarbeit ein Leben lang, verbleibt im Körper, als Schwere der Tritte.
Schönheit verging, erst heimlich, dann schnell. Der Frühling ist lang schon Geschichte, dessen Last trag’ ich heut noch, wie ein Rebell, zum Richtplatz … auf dem ich vergebe, nicht richte.
Musik, du Liebliche, bist Träger der Gedankenströme, die aus mir fließen in die noch vorhandene Zeit, und wie von weit erklingen unbekannte Töne, die tief im Seeleninnern mir zum Lied gereift.
Hör es im Schlafe, singend, traumbeladen; es teilt den Vorhang, öffnet, lässt mich sehen, lässt Bilder aus dem Jenseits meiner Seele tragen, die tief verschlossen ewig mit mir gehen.
Nur durch den Lichtstrahl eines edlen Fühlens, das mehr als nur der bloßen Form entspricht, die ohne Geistesinhalt, leer, die Normen trüben - teilt sich der Vorhang, der sonst schwer und dicht.
Im feinstofflichen Reich der Geistesschäume, zerfließen alle Formen wie in bunten Dünsten, sie flammen auf, erlöschen, werden Träume - als inneres Sehen lichter Nachtgespinste.
Egal, was ich tue, ich lebe immer mit einem Bein in der Vergangenheit. Ich denke, das wird stärker, je älter ich werde.
Zwar lebe ich im Hier und Jetzt, habe mich aber von der „Fata Morgana“ dieser Welt zurückgezogen. Das konnte ich nur, weil ich aus dem Chaos meines Lebens, aus der ständigen Suche nach dem Sinn, eine Ordnung in mir geschaffen habe. Das ist schon seit Jahren so.
Nach außen hin erfüllte und erfülle ich alle weltlichen Pflichten, kleide mich wie andere Menschen und passe mich so weit wie möglich an. Ich bin nicht mehr so eitel, wie früher. Außen modisch dezent, könnte man sagen. Früher eher auffallend anders. Das bin ich heute IN mir.
Mein Gottesglaube ist tief und wahr. Trotzdem lese ich in der Bibel auch hinter den Zeilen. Die Schriften, vor allem das Alte Testament, haben mit dem Gottesbild, das ich in mir trage, nichts zu tun. Jesus nannte Gott „Vater“. So vertraut ist er mir auch, liebevoll und gerecht. Wie geduldig muss er sein, wenn er uns Menschen erträgt!
Ist irdische Liebe mehr, als eine romantische Kurzschlussreaktion? Die Ehe mehr, als eine wirtschaftliche Übereinkunft? Alles endet irgendwann. Lieben wir denjenigen am meisten, der uns am ähnlichsten ist? Wahre, bedingungslose Liebe gibt es erst nach dem Tod einer Person, der wir sehr nahestanden. Dann ist die Liebe völlig frei von Erwartungen.
Ich versuche, über alle Gefühle wie Sympathie oder Antipathie, über Liebe oder Abneigung, eine gewisse Weisheit zu stellen. Das ist oft sehr schwer, denn ich rege mich stark über die Ungerechtigkeiten dieser Welt auf. Wie sehr mir mein Verstand auch Wahrheit vermitteln will, ich sehe sie manchmal nur schwach. Ich achte darauf, mich nicht zu verirren. Deshalb meide ich die sogenannten sozialen Medien, wie Instagram, Facebook, X, etc. Dort zu schreiben, käme den Worten „Perlen vor die Säue werfen“ gleich. Auch diese WordPress-Welt kann herzlos und oberflächlich sein. Da gibt es Beschimpfungen, Deformierungen und Beleidigungen verschiedenster Art.
Aber es geht noch unterirdischer! Da las ich woanders diesen Kommentar: „Zum Glück hast du dir dabei nicht das Genick gebrochen, weil unser gerechter Schöpfer für Spezies wie dich mit großer Wahrscheinlichkeit einen ganz anderen und vor allem langsameren Abgang ins Jenseits vorgesehen hat, den du ganz bestimmt, wo immer du dann auch bist, niemals vergessen wirst!!!“
Da musste ich wirklich tief Luft holen! Das sind die Worte einer besonders ‚netten‘ Frau. Den Vorlauf kenne ich nicht. Der spielt aber keine Rolle, denn diese Verwünschung ist so abgrundschlecht, weil sie wie ein Fluch klingt. Wie hässlich muss eine Person sein, wenn sie solche Worte in ihrer Gedankenwelt zulässt?! Und wie selbstverständlich schreibt sie dann auch noch von „unserem gerechten Schöpfer“. „Pfui Teufel!“, kann ich da nur sagen.
Dann gibt es da noch eine besonders arrogante Fakultät, nämlich die klerikale. Ich nenne sie „Kreuzspinnen“. Sie mögen es gar nicht, wenn man ihren ‚Tunnelblick‘ beleuchtet und die Kirchenfenster plötzlich in ganz anderen Farben erstrahlen als bisher.
Durch manche Worte hier, in Büchern und wohlgemeinten Kritiken, kann man durch Menschenhand und -mund die ‚Stimme Gottes‘ erfahren, aber leider auch seinen Widersacher. Deshalb musste ich meine Biografie auf „privat“ stellen, weil ich mich vor dummen Leserbriefen schützen möchte und vor Leuten, die meinen, meine Erfahrungen besser zu kennen, als ich selbst.
Ich wünsche niemandem etwas Schlechtes, im Gegenteil. Wir sind hier, um ein wenig Freude zu haben, um uns über gegenseitiges Interesse zu freuen, und um uns von Beiträgen inspirieren zu lassen. Es gehört dazu, andere Meinungen zuzulassen und konstruktive Kritiken anzunehmen, um sich zu verbessern.
Adam und Eva im Paradies – Johann Wenzel Peter (1745-1829)
Es war einmal ein winzig Kleines, das überhaupt nicht wusste, wer es war, und was es sollte, blieb ihm ein Geheimnis, denn so weit dachte es nicht, offenbar.
Es wuselte durch Weltgeschichten, um ihn herum, die Pflanzen riesengroß. Es konnte niemandem davon berichten, denn da war nichts wie er, und er beschloss,
in sich die Hoffnung niemals zu verlieren, voll Demut, dennoch himmelschreiend; alleine würde er den Mut verlieren, und einsam sein, das würd‘ er, obendrein.
Als androgynes Etwas – der Gedanke; geboren war ein Adam dieser Welt, und als sein Wunsch zum Himmel rankte, der ihm die Adama zur Seite stellt,
da waren aus den Ursprüngen verbunden, die Kreationen, Mann und Frau vereint. Der Schöpfergeist hat sie für gut befunden, in Obhut durch die Engel, gut gemeint.
Doch, da war plötzlich dieses Für und Wider, ein Trieb, der nachzugeben zog und lenkte; im Geiste ging die Mahnung auf sie nieder, der Einsicht in den Tod des Lebens schenkte.
Es war einmal ein winzig Kleines, das seiner Geistesgröße nicht bewusst, als Androgynes, ewiglich Geheimes – aus Fleisch und Blut, Vergänglichkeit ein Muss.
Wie in einem tiefen Brunnen, gefüllt mit geistigen Gaben, bietet sich eine Quelle, die niemals versiegt.
Immer wieder füllt sie sich neu, wird auch ein Teil daraus entnommen. Den Menschen wird sie dienen, die sich daran selbst verwirklichen.
Denen die Gaben des Geistes verliehen wurden, müssen auf Schwierigkeiten stoßen, die es ihnen ermöglichen, zu erkennen, dass die Quelle allen Seins auch ihres eigenen, nicht in etwas Physischem liegt, sondern in dem, was geistig ist.
Sie werden erst dann mit diesen erhabenen Wahrheiten konfrontiert, wenn sie die tiefsten Tiefen der Verzweiflung erreicht haben und glauben, dass in der Welt der Materie kein Ausweg mehr zu finden ist.
Das ist der Zweck ihrer irdischen Existenz. Sie werden in der Lage sein, höhere Bewusstseinszustände zu erreichen, die es wiederum ermöglichen, dass größere geistige Kräfte durch sie wirken.
Atmen fällt schwer, die Glieder so müde, ein langer Schlaf und trotzdem so schwach. Tatkraft ist nur eine Attitüde, was fehlt, ist die innere Leidenschaft.
Konzentration will nicht recht gelingen; schwerfällig setze ich jeden Schritt. Möchte die Wärme zum Weichen bringen, Ventilator verteilt die Hitze ein Stück.
Draußen der Lärm, hier hüllt sich das Schweigen wie eine schwere Decke um mich. Hitzefrei will ich im ‚Kämmerchen‘ bleiben, einzig mit meinem schwitzenden Ich.
Träume vom kühlenden Eis mit Zitrone, senken von innen die Temperatur. Menschen treibt es auf die Balkone, schweißtreibend hält mich der Sommer auf Spur.
Die Sonne geht auf, als wär’s der erste Tag; die Erde öffnet sich dem Licht.
Das Meer schwingt ruhig im Wellenschlag, benässt den Strand, an dem es bricht.
Brandet am Ufer – ein Kommen und Gehen, als würd’ Gott es zum Meeresgrund tragen,
wo Blinde leben, mit Lichtern versehen, die Sonne im Wesenskern haben.
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